AlphaGourmet

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Jensen-Alpha

Das Jensen-Alpha zählt zu den klassischen Performancemaßen und beruht auf dem Capital-Asset-Pricing-Modell. Jensen (1967) folgt der Überlegung, dass nur die Überrendite im Vergleich zu einem passiven Investment als echte Performance zu werten ist.1 Das Jensen-Alpha misst die Überrendite als absolute Differenz zwischen der vom Portfolio erzielten Risikoprämie (R_P) und der nach dem CAPM erwarteten Risikoprämie (\beta_P(R_M - r_f)). Abbildung 2.3 zeigt ein positives Alpha, das über der Wertpapierlinie des CAPM liegt. Dem Portfoliomanager ist es in dem Fall gelungen, durch eine geschickte Anlagekombination Alpha zu erzeugen und die Benchmark zu übertreffen. Ein negatives Alpha lässt auf eine inferiore Managementleistung zu schließen.

Jensen-Alpha
Abbildung 2.3: Das Jensen-Alpha
Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Stahlhut (1997), S. 54.

 

Das Jensen-Alpha eignet sich aber nicht zum Ranking von Portfolios, da das eingegangene Marktrisiko nicht berücksichtigt wird.2 Des Weiteren unterstellt das Jensen-Alpha ein im Zeitablauf konstantes systematisches Risiko, was zu Verzerrungen der geschätzten Parameter führt, wenn das Portfolio-Beta systematisch verändert wird.3


 

 


  1. 1 Vgl. Jensen (1967), The Performance Of Mutual Funds In The Period 1945-1964, in: Journal of Finacne, Vol. 23, Issue 2 S. 389- 416, S. 389f.
  2. 2 Vgl. Stahlhut (1997), Messung und Analyse der Performance von Aktienportfolios: theoretische Grundlagen ausgewählter Konzepte und deren praktische Bedeutung, Diskussionsbeiträge zu Bankbetriebslehre, Bd. 5, Frankfurt/Main: Bankakademie-Verlag, S. 54f.
  3. 3 Vgl. Ebertz/Scheerer (1998), Das Rahmenwerk des aktiven Portfoliomanagements, in: Kleeberg, Jochen M./Rehkugler, Heinz (Hrsg.): Handbuch Portfoliomanagement, Bad Soden/Ts.: Uhlenbruch, S. 207.