Das Jensen-Alpha vernachlässigt das eingesetzte Marktrisiko und lässt somit kein Ranking von Portfolios zu. Das Information Ratio (IR) beseitigt diese Schwächen. Diese setzt die aktive Rendite (Alpha) ins Verhältnis zum eingegangenen aktiven Risiko (Tracking Error) und gehört zu den am häufigsten verwendeten Kennzahlen zur Messung des aktiven Managements:1
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Dabei gilt bei positiven Alphas, je höher die Kennzahl, desto besser sind die Fähigkeiten des Fondsmanagements. Bei negativen erscheinen Portfolios mit einem höheren Tracking Error fälschlicherweise als bessere Portfolios.
Ziel von Alpha-Strategien ist es, die Information Ratio zu erhöhen. Grenzen im aktiven Portfoliomanagement wie die Long-Only-Beschränkung führen dazu, dass mit zunehmendem Tracking Error kein proportional höheres Alpha einhergeht.2 In Kapitel 4 wird gezeigt, wie durch Auflockerung der Long-Only-Beschränkung das Alpha bei gleichem Tracking Error gesteigert werden kann. Im folgenden Kapitel wird beschrieben, wie aus der Sicht des Investors das Alpha-Potenzial durch Trennung des Portfolios in Alpha- und Beta-Bestandteile verbessert werden kann.